Über 130 Teilnehmer diskutierten beim 6. SMART CITY LOGISTIK Kongress in Rudolstadt die Chancen der Elektromobilität für die Logistikbranche. Dass elektromobile Logistik ohne Digitalisierung nicht denkbar ist, verdeutlichten etwa die Vorträge aus dem Projekt SMART DISTRIBUTION LOGISTIK zu digitalen Planungstools und TCO-Modell.
Kooperationen verschiedener Logistiker ermöglichen erst neue Konzepte wie Multi-Use, die zu einer Reduzierung des innerstädtischen Verkehrs beitragen. Davon berichteten mehrere Vorträge, beispielsweise in Bestrebungen, die großen Paketdienstleister für eine unternehmensübergreifende Elektrifizierung der letzten Meile zu gewinnen. Einen großen Anreiz bildet dabei der Imagegewinn. Das zeigten die vorgestellten Erfolge von Lieferdienstleistern mit White-Label-Lösungen. So werden innovative Fahrzeuge auch präsenter im Stadtbild und rücken die neuen Möglichkeiten stärker ins Bewusstsein.
Die Bedeutung von Vernetzung für den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen wurde während des zweitägigen Kongresses deutlich. Darin waren sich alle Kongressgäste trotz ihres unterschiedlichen Anwendungsfokus einig. Der Kongress zeigte, dass Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich in der Breite angekommen ist und jetzt vor allem die Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen.
Weitere Informationen zum 6. Kongress SMART CITY LOGSITIK, alle Präsentationen und einen Rückblick auf zwei ergebnisreiche Tage finden Sie auf dieser Seite.




















Eine Zusammenfassung des Kongresses bietet Ihnen diese Broschüre:
Zusammenfassung und Rückblick
Thomas Pietsch
MAN Truck & Bus SE
Der MAN eTGE
Manfred Kuchlmayr
IVECO Magirus AG
Der Einsatz von Elektromobilität in der Verlagslogistik bringt neue Herausforderungen mit sich. Der Workshop stellte Praxiserfahrungen im Umgang mit dieser Thematik vor und gab einen Überblick über verlagsnahe Fahrzeuge in Gegenwart und Zukunft. In einer offenen Gesprächsrunde diskutierten die Teilnehmer, was auf Unternehmen bei der Umstellung zukommt und wie die Neuorganisation am besten gelingt. Bei der Optimierung von Abläufen können Apps wertvolle Unterstützung leisten. Wie das im konkreten Fall aussehen kann, wurde ebenso im Workshop thematisiert.
Dr. Harald Hempel
DAKO GmbH
Logistikplattformen tragen dazu bei, unternehmensübergreifende Logistikketten effizient zu vernetzen. Im Workshop ging es um mögliche Beteiligte, deren Anforderungen und Zusammenwirken sowie mögliche Funktionalitäten und Schnittstellen solcher Plattformen. In Kleingruppen wurden Inhalte zu den jeweiligen Themen erarbeitet und zu einem Gesamtsystem zusammengeführt. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis zu Aufbau und Wirkungsweise von Logistikplattformen zu erarbeiten. Die Ergebnisse des Workshops können Ausgangspunkte für die Umsetzung in der Praxis vor Ort bilden.
Daten in einem Logistikfahrzeug werden erhoben, weiterverarbeitet und gespeichert. Gehören diese dem Fahrzeughersteller, dem Logistikunternehmer oder doch dem Fahrer? Welches Risiko geht man ein, wenn man diese Daten nutzt? Gemeinsam mit Dr. Katharina Boesche (Leiterin der Fachgruppe „Rechtsrahmen“ im Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität“ des BMWi) stand die Frage zur Diskussion: Wem gehören die Daten in einem Fahrzeug? Zusammen mit den Teilnehmern wurden Datensicherheitsanforderungen gesammelt, die für Verhandlungen zwischen kooperierenden Logistikunternehmen mit Hilfe der handelnden Stellvertreter, den Agenten, gelten sollten.